In einer prospektiven Untersuchung wurden 33 minimalinvasiv gegen 30 offen operierte Hallux valgus (jeweils Chevron-Osteotomie) Patienten über einen Zeitraum von 3 Monaten nach untersucht. Dabei zeigte sich bei gleichen radiologischen Ergebnissen (Röntgenbildauswertung) deutliche Unterschiede in den kurzzeitigen klinischen Resultaten. Mittels klinischer Fragebögen (AOFAS, JSSF und ein klinischer Zufriedenheitsscore) konnten zwischen 2. und 6. Woche nach der Operation signifikante Vorteile in der minimalinvasiven Kohorte nachgewiesen werden. Auch was die Schwellneugung betraf, waren in dieser Gruppe deutliche Vorteile zu finden. Den größten Unterschied konnten wir in Bezug auf Schmerzen nach der Operation finden. In der minimalinvasiven Kohorte wurden im Durchschnitt 5 Tabletten der sogenannten NSAR-Schmerzmittel (z.B. Proxen, Voltaren,...) innerhalb der ersten 2 Wochen, in der offenen Gruppe 26 Stück durch die Patienten eingenommen.
Zusammengefaßt kann somit festgestellt werden, daß mit der minimalinvasiven Operationsmethode die kurzzeitigen klinischen Ergebnisse nach Hallux valgus Operationen signifikant besser sind als mit der offenen Methode – bei gleicher radiologischer Korrektur.
